Sternfeldaufnahmen mit der EOS 300D

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Andromedaner
Hallo allerseits,

ich bin immer noch dabei, die Aufnahmen aus dem Urlaub auf zu arbeiten.
Vom Wetter hatte ich ja glück, an mindestens 10 Tagen war der Himmel so klar, dass man die Milchstraße von Horizont zu Horizont sehen konnte. Das reizte natürlich dazu, Sternfelder auf zu nehmen.

Die Kamera hatte ich auf der Gegengewichtsstange der EQ5 montiert. Eine visuelle Korrektur der Nachführung habe ich nicht unternommen.

Am ersten Abend habe ich versucht, Aufnahmen mit dem Standartobjektiv der Kamera zu machen. Das war aber der glatte Reinfall. Wenn man die automatische Scharfstellung abschaltet, wird dieses Objektiv mechanisch so instabil, dass es fast unmöglich ist, scharfe Bilder zu erhalten.
Leider habe ich das aber erst am nächsten Tag beim Laden der Bilder auf dem Rechner erst richtig bemerkt. Die Bilder waren jedenfalls für die Tonne.

Da ich einen Adapter für M42 Objektive habe, startete ich den zweiten Versuch mit einem 2,8/50 Objektiv. Bei Testaufnahmen am Tag, zeigte sich aber, dass die Kamera nicht mit jedem Objektiv klar kommt. Im Automatikmodus waren die Bilder hoffnungslos überbelichtet.
Das hat mich aber nicht weiter gestört, da man am Abend ja so wie so manuell belichtet.

Aus Fehlern lernt man ja bekanntlich, also habe ich am Abend erst mal drei Testaufnahmen gemacht und diese sofort auf den Rechner geladen.
Das Ergebnis war grausam. Ich kam zwar mit kurzen Belichtungszeiten aus, aber die Verzerrungen im Randbereich waren grässlich.



Ich habe mal die Randbereiche zusammengestellt. Man sieht deutlich, dass es sich um keinen Nachführungsfehler, sondern um Kissenverzerrungen handelt.



Ein Abblenden auf Blende 8 brachte dann einigermaßen brauchbare Ergebnisse.

Das erste Bild zeigt den Bereich um den Schwan.  



Ansatzweise ist auch der Nordamerikanebel zu erkennen. Leider war aber im rechten Bildbereich wieder eine Verfärbung ins Rote zu erkennen.

Richtig gut dagegen hat mir die Aufnahme um den Augenstern (Atair) des Adlers gefallen.



HUK
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Astrofrüchtchen

AW: Sternfeldaufnahmen mit der EOS 300D

Oha, das sieht ja super aus. Also auf dem Foto mit Atair sieht man so richtig schön das Milchstraßenband mit Dunkelwolken. Richtig Klasse! :up:
Das Foto mit Deneb hätte vielleicht noch etwas länger belichtet werden können. Auf jeden Fall sind wesentlich weniger Details wie im 1. Versuch zu erkennen.
Wie bearbeitest du die Fotos denn? Vielleicht kannst du die Rotverschiebung mit einem Darkframe korrigieren, das scheint einiges zu bringen.
Gruß Sabrina

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Martin Reck ist in der Nutzergruppe 'Moderatoren'

AW: Sternfeldaufnahmen mit der EOS 300D

Hallo HUK,

die Bilder sind echt Klasse. Wie bekommst du so viele Sterne hin. Was ist dein Geheimnis. Diese Bilder sind echt was ganz besonderes :)

Gruß,
Martin
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Andromedaner

AW: Sternfeldaufnahmen mit der EOS 300D

Hallo allerseits,

@ Sabrina

> Das Foto mit Deneb hätte vielleicht noch etwas länger belichtet werden
> können. Auf jeden Fall sind wesentlich weniger Details wie im 1. Versuch
> zu erkennen.

Das war leider schon das Maximum. Die Belichtungszeit betrug 120 Sekunden bei 1600 asa. Bei einer längeren Belichtungszeit nimmt das ?Glühen? am rechten Rand stark zu.

> Vielleicht kannst du die Rotverschiebung mit einem Darkframe korrigieren,

Das geht leider nicht so richtig. Ich habe ja versucht, ein Darframe zu machen, hat aber nicht funktioniert. Das ?Glühen?  am rechten Rand hängt vom Bildinhalt ab. Bei geschlossenem Objektiv tritt es in dem Zeitbereich überhaupt nicht auf. Ich tippe mal, der Effekt basiert auf eine massiven  Überbelichtung im Bereich der Sterne. Ein künstlicher Darkframe lässt sich auf Grund des Bildinhaltes nicht so richtig machen.

@ Martin

> Wie bekommst du so viele Sterne hin. Was ist dein Geheimnis.

Ein Geheimnis gibt es da nicht. Ich habe die maximale Belichtungszeit bei maximaler Empfindlichkeit gewählt.

Allerdings hat ein scharf zeichnendes Objektiv auch so seine Tücken. Die Milchstraße wurde bereits in einzelne Sterne aufgelöst. Damit verschwand der bandartige visuelle Eindruck der Milchstraße. Ich habe dann den Filter aus dem PSP, den man normalerweise zum Beseitigen von Mustern beim Scannen nimmt, benutzt. Dadurch trat ein Weichzeichnereffekt auf, aber die Sterne wurden nicht so unscharf, wie bei einem normalen Weichzeichner.

Ansonsten sind nur den Weiß- und Schwarzpunkt neu gesetzt und den Gammawert etwas verändert. Also die normale Bearbeitung.

HUK
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Erdling

AW: Sternfeldaufnahmen mit der EOS 300D

Hallo Hans_Ulrich,

hab mir mal erlaubt deine beiden Bilder durch den "Digitalshredder" laufen zu lassen, rausgekommen sind diese beiden:

Bild

(Click to enlarge)


Bild

(Click to enlarge)


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Erdling

AW: Sternfeldaufnahmen mit der EOS 300D

Du wirst lachen Simon: exakt so sehen meine auch aus ;-) (also die Bilder von Hans Ulrich bearbeitet)
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#23495
Erdling

AW: Sternfeldaufnahmen mit der EOS 300D

Auf dem Weg zum besten Treffen sich halt immer zwei. ;)

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Andromedaner

AW: Sternfeldaufnahmen mit der EOS 300D

Hallo Simon,

dass mit dem Abstimmen der Bilder ist immer so eine Sache für sich. Da hat jeder so seine eigenen Vorstellungen.
Das letzte Bild habe ich so abgestimmt, dass es möglichst dem visuellen Eindruck nahe kommt. So wie auf dem Bild sah der Himmel wirklich aus.

Bei dem Bild vom Schwan habe ich die Regler nur so weit aufgedreht, das der Nordamerikanebel ansatzweise zu erkennen war. Ansonsten hätte ich mich zu sehr vom wirklichen Bild entfernt.

Das erste Bild war eigentlich nur eine Demonstration der Verzerrung des Objektives bei voller Öffnung.

HUK
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Erdling

AW: Sternfeldaufnahmen mit der EOS 300D

Bei der Meinung stimm ich dir zu, mir gefällt es halt so besser, und dir eben anders. Hat halt jeder seinen eigenen geschmack. :D

F!REF0X RUL3Z

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